Spieleveteranen
7Dec/185

SPV-Express 19: Wenn Spiele zu lang dauern

Hört das denn nie auf?! Früher meckerten wir über zu kurze Spiele, heute nervt die Flut der schier endlosen Zeitfresser. Nicht nur Online-Spiele wollen unsere Aufmerksamkeit für ewig an sich binden: Über 60 Stunden sind nötig, um bei Red Dead Redemption 2 oder Assassin’s Creed Odyssey das Ende der Haupthandlung zu erleben. Die Folge: gedehnte Geschichten, verwässerte Motivation. Heinrich bittet um ein Ende des Bläh-Trends und nennt auch ein positives Beispiel für einen Titel, der reichlich episch wirkt, ohne die Geduld des Spielers zu überstrapazieren.

Der Spieleveteranen-Express ist ein Bonusformat mit kurzen Podcasts zu aktuellen Ereignissen. Es wurde durch Erreichen eines Meilensteins unserer Patreon-Kampagne freigeschaltet. Wer am Mitmachen interessiert ist (und helfen will, unseren nächsten Meilenstein zu knacken), der besuche bitte https://www.patreon.com/spieleveteranen.

Posted by Heinrich

Comments (5) Trackbacks (0)
  1. Während ich zwar selber mittlerweile einfach aufgrund der Masse der Spiele lieber nur 60-100h mit einem Spielverbringe als 300h, ist es dann doch vor allem die Frage ob der Spielinhalt dauerhaft gut ist oder nicht, der bestimmt ob mir ein Spiel zu lang ist.

    Da kann ich sogar gleich zwei Beispiele von Bethesda nennen:

    Skyrim habe ich damals für 170 Stunden gespielt, dann aber abgebrochen ohne es zuende gespielt zu haben, etwa 4/5 des Spieles gesehen. Aber bereits nach etwa der Hälfte war der Charakter einfach zu stark für die Welt, so dass alles zur Sight-Seeing Tour wurde, die irgendwann einfach langweilig wird.

    Fallout 4 habe ich satte 372 Stunden gespielt. Und das alles in einem Playthrough mit allen Inhalten. Langweilig ist es darin nur selten gewesen und die Systeme haben ganz vernünftig zueinander gepasst, auch wenn zum Ende hin dann doch die noch nicht gewählten Talente ausgingen. War das Spiel nun zu lang? Es hat jedenfalls keine Tiefen in der Qualität gegeben und die Spielsysteme haben es getragen.

    Ich bin daher hier auch bei dem Kommentar von Chris weiter oben: Die Frage ist ob Spiele künstlich in die Länge gezogen werden, Filler Content den Qualitäts-Standard nicht hält und die Länge des Spiels an den Spielsystemen scheitert.

  2. Ach, so viel Bullshit wieder. Zumindest im Beschreibungstext:
    Um das Ende von RDR2 zu sehen, “muss” man ca. 20-25 Stunden aufbringen, und dabei sind auch diverse “Ablenkungen” eingerechnet. RDR2 hat so ziemlich nichts von Bläh. Das war früher, früher waren Spiele “100 Stunden lang”. Heutzutage ist eben gerade das Gegenteil der Fall. Und auch das “Vergleichen” von einem Ausnahmetitel wie RDR2 und einem jährlich erscheinenden Ubisoft-Mainstream-Produkt tut so weh.

  3. Lieber Heinrich (und natürlich darf sich Jörg auch angesprochen fühlen),

    ich bin da ganz deiner Meinung. Als nun 40jähriger Computer-Spiele-Spieler mit eigen geführten Haushalt und einer beruflichen Tätigkeit ist Zeit ein sehr rares und kostbares Gut, so dass unser Lieblingshobby zwar unser Lieblingshobby bleibt, aber bitte nicht künstlich in die Länge gezogen werden sollte.

    Allerdings würden mich in diesem Zusammenhang zwei Aspekte besonders interessieren:

    1. Mit deiner bzw. unserer Ansicht unterstellen wir den Spielen, dass sie künstlich in die Länge gezogen sind, was für mich impliziert, dass sie ihre hohe Qualität nicht konstant halten können. Was ist – einmal theoretisch angenommen – mit Spielen, die ihre hohe Qualität konstant halten? Wäre dir ein Spiel mit 10 Stunden genialer Unterhaltung lieber, als ein Spiel mit konstant 30 Stunden genialer Unterhaltung? Hier ließe sich dem Spiel der Vorwurf der Langatmigkeit kaum machen und man dürfte die Entwickler nicht dafür kritisieren, dass sie mehr vom Besten abgeliefert haben.

    2. Welche Konsequenz – aus euer Sicht als Spieletester – ergibt sich aufgrund der künstlich langgezogene Passagen in Bezug auf die Wertung? Theoretisch müsste – da das ganze Spiel der Wertung unterliegt – ein eigentlich sehr gutes Spiel in der Wertung aufgrund seiner suboptimalen Passagen wegen eben dieser mit Abzügen bewertet werden. Oder aber wird wegen der sehr guten Passagen doch die sehr gute Wertung gegeben und die langatmigen Passagen bleiben außen vor?

  4. Guten Morgen Spieleveteranen, schöner Cast! Sehe das ganz genau wie Heinrich. Aufgrund dieses künstlichen in die Länge ziehens spiele ich z.B. keine UBI Spiele mehr. Es nervt einfach durch langweilige Nebenquests oder Jagdaufgaben mehr Spielzeit zu erzeugen. Sowas geht besser, siehe Witcher 3.

    • Jo, bei Ubi kommt dann auch noch die ständig ähnliche Formel zum Tragen. Ich hab da AC-Odyssey auch nach 20 Stunden abgebrochen, aber da war Origins wohl noch zu nah dran.


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