Spieleveteranen

Mick Schnelle

Mick Schnelle

Mick Schnelle

Micks Weg in die Spielebranche war eigentlich eine Verkettung unglücklicher Umstände. Mit einem Studium der Chemie an der Ruhr Universität Bochum steuerte er durch die Untersuchung des faszinierenden SMSI-Effekts an Platin- und Palladiumkatalysator-Systemen gradlinig auf den Nobelpreis zu. Doch eines Abends erwischte er auf dem Weg zur Cafeteria im Gebäude NC die falsche Abzweigung, verlief sich noch ein, zwei Mal und landete schließlich nach Wochen der Irrungen im oberbayerischen Städtchen Vaterstetten, wo ihn gutherzige Menschen aufnahmen und fütterten.

The Joker Years

Erst später stellte sich heraus, dass diese Herrschaften allesamt Redakteure im Joker Verlag waren und Mick zwangsrekrutiert hatten. Das war 1993, Mick war jung und schrieb fortan Artikel für PC Joker, Megablast und Amiga Joker. Drei Jahre lang brauchte Mick, dann fand er den Ausgang und schaffte die Flucht.

On the Way to Feldkirchen

Er folgte einer Spur aus Bockwürstchen der Qualitätsmarke Landsknecht, die ihn schnurstracks zum damals in Feldkirchen beheimateten DMV Verlag führte.  Dort lief er Boris Schneider in die Arme, der ihm mit kostenloser Cola light die doch recht spartanischen Klosterzellen der Redaktion PC Player schmackhaft zu machen versuchte. Wieder schrieb Mick fleißig Artikel, bis er 1997 auch hier den Weg nach draußen fand. Fluchthelfer war ein gewisser Toni S., dessen BMW unseren Mick nach Schwabing entschwinden ließ.

So lange man Träume noch leben kann

Endlich Freiheit, die Münchner Freiheit. Denn ein umgebauter Keller in Nähe des Münchner Wahrzeichens sollte die nächsten Jahre seine neue Heimat werden. Als Mietzuschuss schrieb er… genau wieder Artikel, diesmal für die GameStar. Durch mehrere Umzüge des Verlags verwirrt, fand er erst 2006 die Tür zur Freiheit, nahm die nächste U-Bahn und landete schließlich im sonnigen Baldham, irgendwo im Münchner Speckgürtel gelegen.

Freiheit, die ich meine

Seitdem macht er so ziemlich alles, wofür man Geld kriegt. Artikel für Spielemagazine jeder Art. Darunter PC Games, GameStar, Gamers Global, Retro Gamer, buffed, Play Vanilla, Bravo Screenfun und etliche mehr. Damit es nicht zu langweilig wird, begutachtete er Spiele für namhafte Hersteller wie Wargaming.net, Atari, Daedalic, RTL Playtainment oder Frogster. Nicht zu vergessen Übersetzungen von spieleaffinen Romanen, darunter Bücher zu World of Warcraft, Hitman oder Mass Effect. Gelegentlich griff Mick auch selbst zur Feder und schrieb den einen oder anderen Western für die Jack Slade-Reihe aus dem Hause Bastei. Und um das Medienthema rund zu machen, übersetzt Mick auch Drehbücher deutscher Kinoproduktionen ins Englische. Seine Freizeit verbringt er dann mit Schlafen und verfolgt daneben das hehre Ziel, sämtliche Klassiker des Gog-Stores zu kaufen und alle durchzuspielen. Wer ihn auf seinen regelmäßigen Einkaufstouren im nächstgelegenen Supermarkt sieht, darf ihm gern ein Stück Schokolade anbieten. Mick ist für sowas immer dankbar.

Comments (9) Trackbacks (0)
  1. Hallo Mick,
    danke für den Buchtipp ‘Grand Tour’. Nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr fesselnd und ein schön unverbrauchtes, interessantes Setting!

    Viele Grüße und ein gesundes neues Jahr!
    Jan

  2. Hallo Mick , auf welchem server in OaC 2 bist du ?
    auf einem gäbe es eine gute gilde , die ich dir in PM schreiben und empfehlen könnte 😉

    schreib bitte mal zurück wenn interesse besteht .

    mfg

    Art

  3. Ja, ja. Mick Schnelle ist doch der Typ der da immer diese geilen Flugzeugsimulatorentests rausgehauen hat. Verfolge euren Podcast und drum gönn auch ich mir immer mal wider meine Dröhnung Mick-Schnelle-Expertise.

    Danke und weiterpodcasten

  4. Hach der Mick… Immer diese Gesichter aus alten Zeiten, wo man Spieletester deswegen für unfähig hielt, weil sie meinten, etwas sei Ägäisblau, obwohl’s doch offensichtlich Akeleiblau war. Ich hab’ deine Tests immer gern gelesen, auch wenn man, siehe davor, nicht immer allem so folgen konnte. 😀

    Verglichen mit dem, was heute so in den “Hauptmedien der Spielepresse” als Redakteur unterwegs ist, waren Du und andere aber wahre Gottkaiser in Sachen Expertise. 😀 (Man merkt, ich komme gerade vom Nostalgiegoogeln, nachdem ich wieder mehrfach nur Schund auf einem bekannten “Mag-Portal” aufnehmen musste.)

  5. Klasse Artikel.

    Falls man sich mal im Supermarkt sieht, gibts ne ganze Tafel Schokolade. Hat der Mann sich verdient (nicht nur n Stück).

    Ein Artikel, welcher mir von der GameStar noch in Errinnerung geblieben ist, ist der Test über Falcon 4.0. Schade, dass die Zeit vorbei ist :/
    Und Amiga Joker… das ist auch leider vorbei :-/ 😛

    • Manchmal kommen sie wieder. Die komplette Falconreihe gibts mittlerweile bei Gog.com für kleines Geld.
      Und vielen Dank fürs Lob. 🙂
      Frei nach Helene Fischer: „Für Schokolade sterbe ich, was wär’ die Welt nur ohne dich!”

  6. Lese deine Artikel immer gerne! Super Arbeit!

  7. Hey, Dich kenne ich doch! Gruß nach… immer noch Vaterstetten?!


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