#302: Eye of the Beholder C64

Spieleveteranen-Episode 2-2023 (#302)
Besetzung: Heinrich Lenhardt und Jörg Langer begrüßen Stargast Oliver Lindau
Aufnahmedatum: 04.01.2023
Laufzeit: 1:34:30 Stunden
(0:00:15 Smalltalk – 0:45:36 Eye of the Beholder C64)

Der Wahnsinn unter Waterdeep: Ein klassisches Rollenspiel ist jetzt für ein noch klassischeres System erhältlich. Westwoods Beholder war eigentlich nur auf 16-Bit-Systemen heimisch, doch jetzt tummelt sich das D&D-Ungetüm auch auf dem Commodore 64. Dank Maus- und C128-Unterstützung, integrierter Automap und liebevoll adaptierter Grafik spielt sich diese inoffizielle Umsetzung erstaunlich gut. Wie geht das, warum macht man das? Solche Fragen beantwortet unser Stargast Oliver Lindau, der seit 2009 zum internationalen Community-Team gehört, das Eye of the Beholder in den C64 quetschte. Eingeläutet wird diese Episode mit Meldungen über Heldentaten in eigener Sache und sonstigen News, Spielberichten und einem Hörerfragen-Aufruf.

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00:00:15 News & Smalltalk
0:00:15 Die Feiertage waren produktiv: Heinrich meldet die Vollendung seines »Spielejahr 1985«-eBooks, Jörg schneidet sich durch seine Japan-Doku.
0:15:07 Gemischte News: Archer Maclean und Roger Kean sind verstorben, Chris Metzen kehrt zu Blizzard zurück, John Carmack verlässt Meta.
0:19:43 Was haben wir zuletzt gespielt? Shores of Loci (VR), Walkabout Mini Golf (VR), Sports Story, High on Life.
0:35:46 Es gibt einen neuen Hörerfragen-Aufruf, wir bitten um rege Beteiligung. Die heutigen Zuschriften stammen von Johannes, Florian Bayer und Andreas Wanda.

0:45:36 Eye of the Beholder C64
0:45:46 Wir begrüßen Stargast Oliver Lindau, der zum Entwicklungsteam der neuen C64-Version von Eye of the Beholder gehört.
0:53:34 Die Anfänge des ambitionierten Projekts gehen bis ins Jahr 2006 zurück. Als es an Speichermangel zu scheitern droht, erweist sich das EasyFlash-Modulformat als Rettung.
1:09:56 Das Spiel an sich ist inhaltlich weitgehend unverändert. Zu den Verbesserungen der C64-Version gehört eine integrierte Automap.
1:16:57 Der heikle Umgang mit der Lizenz, Vorbereitungen für eine physische Version und erste Infos zur Version 1.01.
1:24:51 Was macht und spielt Oliver sonst noch? Diverse PriorArt-Projekte halten ihn auf Trab.
1:32:03 Abspann.

11 thoughts on “#302: Eye of the Beholder C64”

  1. Interessant was noch alles möglich ist.

    Rechtemäßig müßten wir als Gesellschaft wohl zu einem viel lässigeren FairUse-Modell kommen. Nach 10 Jahren ist es vorbei, es sei denn der Anbieter vermarktet es weiterhin und hält das Spiel am laufen. *
    Wenn es aber durch irgendwelche Firmenübernahmen am Ende eh in Riesen-Konsortien (wie EA) landet und dann keiner weiß, wo genau die Rechte sind und wer da was entscheiden müßte, so daß selbst Anfragen ins Leere laufen…. Dann sollte es einfach frei genutzt werden können.
    Das ganze gilt insbesondere auch für Online-Games, die dann auf einem Freeshard weiter ermöglicht werden könnten. Manche werden ja am Ende noch vom Hersteller irgendwie befreit. Ich hab SimCity nicht mehr verfolgt, aber das was bei mir angekommen war, war doch daß die “irre komplexen Berechnungen” nur online gehen würden, der Serverbetrieb dann irgendwann eingestellt und dann war es doch im Client alleine möglich. Oh Wunder, oh Wunder. Aber da ist es – bitte korrigieren wenn ich falsch liege – dann am Ende für den Spieler positiv verlaufen.

    * Ich spiele ja nach wie vor Diablo2 im ClosedBnet mit 23 Jahre alten Chars. Bin wahrscheinlich mit dem Freund der Einzige und halte damit den Serverrekord. 😉 Ich glaub die ~120DM Kosten (mit Addon) habe ich knapp wieder drin mit meinen Servernutzungszeiten. 😉

  2. Hallo Spieleveteranen,

    meine Gratulation zu dieser Folge! Schon erstaunlich, wie EoB gelungen auf den C64 umgesetzt wurde. Ich kenne das Spiel natürlich vom Amiga. Mit dieser C64-Fassung hätten die Entwickler damals einen Riesenhit gelandet und wären reich geworden. Heute reicht es leider nur für Ruhm und Ehre. Danke für die Vorstellung dieses Remakes und die ausführlichen Hintergrundinformationen.

    Vielleicht könnt ihr in Zukunft auch über andere Remakes berichten, bei denen eine Umsetzung von älteren auf neuere Systeme vorgenommen wurde. Es muss ja nicht unbedingt ein aktuelles Projekt sein. Es gibt ja inzwischen eine ganze Reihe von Beispielen wie Carrier Command, Total Eclipse oder Koronis Rift. Vor allem diese 3D-Klassiker spielen sich auf dem leistungsfähigeren PC viel besser und flüssiger und präsentieren sich so, wie sie es schon damals eigentlich sollten. Aufgrund der damaligen Grafikbeschränkungen war das aber nicht so ganz möglich. Diese Art von Remakes finde ich deshalb am interessantesten. Zu Dungeon Master gibt es übrigens auch eine Menge verhältnismäßig moderner Nachfolger. Was haltet ihr von denen? Vielleicht spielt ihr sie noch, oder könnt einige davon empfehlen.

  3. Wieder eine Superfolge!
    EOB C64 ist wirklich eine großartige technische Leistung (und der erste Level war auch ohne Maus schnell durchgespielt).
    Das vorbestellte “Spielejahr 1985” ist auch schon am Kindle gelandet (Juhuu!)
    @Heinrich: Gibt es eine Möglichkeit das “Fehlerteufelchen” zu füttern (im Braybrook Interview hätte ich schon Nahrung gefunden 😉
    Liebe Grüße
    Swobi

  4. Eine richtig gelungene Folge, ich fand sie von vorne bis hinten durchweg gelungen! Gerne hätte ich zwar noch mehr über die seit den 80ern veränderte Entwicklungsumgebung am guten alten Brotkasten gehört, denn beispielsweise Psytronik bringen richtig gute neue C64-Spiele heraus, die man sich für ein paar Euro kaufen kann, auch als Disk, Tape oder Cart, hervorheben möchte ich das Team von Icon64 (ebenfalls mit deutscher Beteiligung), zum Beispiel mit den Titeln Shadow over Hawksmill, Age of Heroes und das neue Terrestrial, diese gefallen mir gut. Also ich hätte nichts dagegen, wenn solche sogenannten Homebrew-Titel öfter bei den Spieleveteranen auftauchen würden, denn die gibts ja nicht nur für den C64, sondern für viele Systeme, und oft sind richtige Perlen dabei. Für meinen ollen Lynx wird beispielsweise auch noch neu entwickelt, es gibt die neuen Games sogar wie früher auf Modulen. Zuletzt begeisterten mich auch neue Gameboy-Spiele, konkret Deadeus und Quest Arrest, diese spielte ich allerdings auf der Evercade.

    Wenn ich schonmal dabei bin, hier zu kommentieren, es ist meine Kommentar-Premiere, dann muss ich auch erwähnen: Was mich allgemein an den Spieleveteranen stört, ist die Überhöhung der Power Play und der Gamestar, ich war immer Joker-Leser, das war damals DAS Lifestyle-Magazin für Amigianer, alle anderen Magazine waren dagegen regelrecht bieder und langweilig. Den Joker gab es zum ersten mal mit der 11/89 am Kiosk, da war die Power Play noch eine Beilage, der PC Joker landete mit der 11/91 am Kiosk als erstes deutsches PC-Only-Magazin. Ist durchaus historisch. Rubriken wie Coin-Op, Stromausfall, Dr. Freak und wenn man so will auch die Mädels-Seite/Seitenhiebe waren schon innovativ! Aber leider gefallt ihr Euch zu oft damit, die Bewertungen des Jokers schlecht zu machen, nur recht selten zitiert ihr aus den Heften. Schade, da fehlt wohl oft etwas der Veteranen-Blick über den eigenen Tellerrand. Lediglich einmal war Richy dabei, und Mick trat auch eher selten in einer Funktion als ehemaliger Joker-Redakteur auf. Kurz: Power Play und Gamestar waren keine Inseln der Glückseligkeit, es gab auch andere sehr gute Games-Hefte.

    Aber insgesamt höre Euren Podcast gerne, sonst wäre ich ja auch kein Patreon-Unterstützer ;-).

    1. Danke für die Kommentar-Premiere 🙂

      Die “Power Play / PC Player / GameStar”-Lastigkeit liegt schlicht daran, dass das Magazine sind, an denen Jörg und ich früher selbst mitgewirkt haben. Da fällt es natürlich leichter, Dinge zu kommentieren oder Anekdoten auszugraben. Mal abgesehen von gelegentlichen Gastauftritten werden “unsere” Hefte deshalb eher im Mittelpunkt der Zeitschriften-Zeitreisen stehen. Also kein Affront gegen Joker & Co., aber zu anderen Magazinen können wir einfach nicht so viel sagen.

      1. Hey Heinrich, Danke für die prompte Antwort! Das ist klar, aber gegen ein gelegentliches Joker-Blättern spricht doch nichts, oder? Zumal die Zeitschriften-Welt ja nicht so groß ist, viele Redakteure waren ja durchaus bei mehreren Printprodukten tätig, nicht nur Mick 🙂

        Ach, an dieser Stelle ein Kompliment an Dich, ich finde Du bist immer gut auf die Inhalte der jeweiligen Folge vorbereitet, liest Dich ein, spielst Dich nochmal hinein, das hört man!

    1. Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen, dass das “Tschüß!” am Ende ein Markenzeichen des Podcasts ist. Auch wenn Jörg das mal anders gesehen hat. 😉

  5. Mir sind im Gespräch zwei Namen durcheinandergeraten:
    Mit-Initiator von EotB 64 ist Micke Backlund,
    Mikkel Hastrup ist Musiker der C64-Version von Sonic the Hedgehog

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